Sporaden und Thessaloniki

von | Aug. 13, 2026 | Allgemein | 0 Kommentare

Im Golf von Volos (genauer gesagt, dem Pagasitischen Golf) gibt es im Süden noch einige sehr schöne Ecken, aber wir wollen weiter auf die Sporaden, was ein erklärtes Ziel für diesen Sommer war.

Die beiden Hauptinseln der Sporaden sind Skiathos und Skopelos. Seit dort der Film ‚Mama Mia‘ gedreht wurde ist das Hype pur. Nicht fehlen darf für jeden Fan ein Besuch der Kirche Agios Ioannis, hoch oben auf dem Felsen auf der Ostseite von Skopelos.

Aber der Reihe nach: Auf Skiathos sind wir mit Rob und Fiona von der ‚La Flaneuse’ verabredet, mit denen wir letztes Jahr entlang Kreta gesegelt sind. Skiathos ist auch für die Charterflotten aus Volos der erste Anlaufhafen, Im Mai, also Anfang der Saison, gibt es aber noch Platz. Es muss mit Buganker festgemacht werden, mit dem Hinweis ‚ca. 25m vor der Hafenmauer liegt eine alte Kette‘. Dass diese noch nicht entfernt wurde ist wohl die Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die lokalen Taucher. Der Hauptort ist nett und touristisch, etwas abseits finden wir ein kleines Restaurant. So legen wir am nächsten Tag wieder ab und treiben mangels Wind nach Skopelos rüber, auf die Ostseite. Später am Nachmittag ankern wir unterhalb der Kirche Agios Ioannis und haben den Kirchenbesuch quasi exklusiv. Was jetzt auch nicht soooo überwältigend war.

Der Hauptort von Skopelos hat einen großen Hafen (auch für Yachten), aber wir ankern eine Bucht vorher und fahren mit dem Beiboot rein. Eine der Attraktionen ist eine lokale Brauerei, die Craftbier zu deftigen Preisen verkauft. Meine persönliche Meinung: Kann man machen, ein Mythos tuts in jedem Fall auch.

Kommen wir nun zum interessanteren Teil der Sporaden: der Insel Alonnisos und alles östlich davon, was ausgewiesenes Schutzgebiet ist. Der Besuch von Alonnisos ist frei, für alle anderen Inseln muss man extra bezahlen.

Der erste Stopp führt uns in die Bucht Tzortzi Gizmos, wo es eine Taverne gibt, die aber so früh im Jahr noch geschlossen ist. Dafür möchte uns die Bucht nicht weglassen: Ich fange einen alten Anker ein, und muss das Beiboot ins Wasser lassen um ihn von der Ankerkette abwickeln zu können. Normalerweise würde man das Relikt in tieferes Wasser ziehen, aber das klappt leider nicht – er scheint auch am Grund festzuhängen.

Agios Ioannis

So dauert es etwas bis wir in Steni Vala ankommen, wo die La Flaneuse bereits wartet. Die gesamte Hafenmauer ist fast exklusiv für uns – in der Saison ‚kriegst Du hier kein Gummiboot mehr unter‘, wie uns der Wirt des Restaurants gegenüber versichert. Egal, wir gehen wandern und klappern die Restaurants ab. Beides entspannt.

Vor dem Besuch von Kira Panagia muss man entsprechende Tickets online kaufen. Mit 47€ pro Boot mit 2 Personen finde ich das recht sportlich, zumal man auf den Inseln genau nichts machen kann, außer Ankern. Was wir dann auch tun, kochen, und mit Rob&Fiona lustige Abende verleben.

Nach Panagia trennen sich die Wege – wir fahren Richtung Thessaloniki, zum linken ‚Finger’ der Halbinsel Chalkidi, die beiden auf den Mittelfinger, um dann Richtung Osten abzubiegen.

Natur pur 

Überfahrt nach Chalkidi

Unser Ziel ist Nea Skioni, ein kleiner Hafen im Süden des Fingers.

Der gesamte Finger bietet wenig geschützte Buchten, so dass wir ausnahmsweise in einen Hafen gehen. Die Überfahrt ist leider größtenteils unter Motor, später kommt etwas Wind aus Ost. Im Hafen legen wir mit dem Heck zur Kaimauer, üblich am Mittelmeer. Außer Fischern liegen noch 2 andere Segelboote da.

In der Nacht dreht der Wind auf West und nimmt zu – im Hafen herrscht kein Schwell, sondern Wellengang! Es ist unruhig, und das Ergebnis am nächsten Morgen: Bei einer Festmacherleine ist der Mantel durchgescheuert und der Kern auch bereits geschädigt – so macht man aus einer langen zwei kurze Leinen 🫤

Also nichts wie weg hier, wir gehen weiter westlich hinter einer Landzunge für die Nacht vor Anker, bevor es nach Nea Kallikrateia weitergeht

Hier können wir längsseits festmachen, es ist nicht viel Betrieb im Hafen (was 2 Monate später ganz anders aussieht!). Es ist eine quirlige kleine Stadt, viel lokaler Tourismus, recht angenehm. Besonders, da es im Hafen wohl auch geschützter ist.

Der Wind hat gedreht, und unter Parasailor geht es in den Süden von Thessaloniki vor Anker, bevor wir in die Aretsou-Marina einlaufen – hier bleibt das Boot bis Anfang Juli liegen. Ein bis 2 Tage braucht man immer bis alles an Bord klar ist, ein Besuch in der Stadt darf natürlich auch nicht fehlen, immerhin 1,3 Mio. Einwohner und reichhaltige Geschichte – dann geht es zurück nach Deutschland, und eine Woche später nach Australien.

Von Nea Kallikrateia Richtung Thessaloniki

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